Jedes Frühjahr kommen zahlreiche Profi-Radsportteams und Tausende Amateurradfahrer zu Trainingslagern nach Mallorca. Kurz nach Weihnachten treffen die ersten ein, um Kilometer auf der Baleareninsel zu sammeln und Mitte April sind dann so viele Rennradfahrer auf der Insel, dass „Deutschlands“ größtes Rennradfestival unter spanischer Sonne stattfindet.

Nicht nur Mallorcas Reiseveranstalter, Hotels und Verleihstationen sind perfekt auf die eifrigen Gäste vorbereitet, auch die Insel selbst bietet perfekte Bedingungen für jeden. Bekannt sind die Hot Spots, wie der „Krawattenknoten“ Sa Calobra oder das Cap Formentor. In den Bergen erhebt sich der Puig Major 1.445 Meter über dem Tramuntana-Gebirge. Wer sich aber einen authentischeren Eindruck von der ursprünglichen Insel und ihren Menschen machen möchte, sollte sich auch abseits der belebten Küsten- und Bergrouten auf Entdeckungstour begeben.

Mit „nur“ 542 m bietet der Puig de Randa beste Trainingsbedingungen, insbesondere wenn die Radsaison noch jung ist. Zentral in der Mitte der Insel gelegen, erhebt sich der Randa wie ein Tafelberg und ist schon von weitem an der ballonartigen Radarkuppel auf dem Gipfel gut zu erkennen.

Da sich auf dem Berg drei Klöster befinden, wird der Randa auch der Heilige Berg genannt. Hat man die oft windigen Serpentinen zum Gipfel erklommen, hat man sich nicht nur einen Kaffee im Klosterrestaurant verdient, sondern kann auch einen atemberaubenden Ausblick über die Insel genießen. Im Nordwesten sieht man das Tramuntana-Gebirge und im Norden die Bucht von Alcudia, im Osten die in die Felsen der Klippen eingeschnittenen Sandbuchten (Calas) und im Süden die Bucht von Palma.

Wer sich fragt, warum der Randa für uns eine besondere Bedeutung hat und warum es nichts Schöneres gibt, als die Aussicht mit Freunden auf dem Rennrad zu genießen, der muss sich bis Freitag gedulden und sollte auch diesen Blogeintrag gelesen haben.